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NEU · 3-Achs- & 5-Achs-Bearbeitungszentren

CNC-Fräsen – Frästeile mit ±0,01 mm

Zerspanung für komplexe Geometrien: Im 3-Achs-Betrieb fräsen wir bis 900 × 450 × 200 mm, in der 5-Achs-Simultanbearbeitung bis 250 × 105 × 100 mm – mit Toleranzen bis ±0,01 mm. Komplexe Bauteile entstehen in möglichst wenigen Aufspannungen, gemessen wird per 3D-Koordinatenmessung inklusive Prüfprotokoll. Weil Blechbearbeitung und Zerspanung bei uns unter einem Dach liegen, kommt Ihre komplette Baugruppe von einem Ansprechpartner.

CNC-Bearbeitungszentrum beim Fräsen eines MetallteilsCNC-Fräsen · Saal a.d. Saale
900 × 450 × 200 mm
3-Achs max.
250 × 105 × 100 mm
5-Achs max.
±0,00 mm
Toleranz
0 h
Angebot

Leistungen im Detail

  • 3-Achsen-Fräsen bis 900 × 450 × 200 mm – wirtschaftlich und präzise
  • 5-Achsen-Simultanbearbeitung bis 250 × 105 × 100 mm für komplexeste Geometrien
  • Toleranzen bis ±0,01 mm mit höchster Wiederholgenauigkeit
  • Stahl, Edelstahl, Aluminium und technische Kunststoffe
  • 3D-Koordinatenmessung und Prüfprotokoll inklusive
  • Daten per STEP, IGES, DWG, DXF, Solidworks oder Inventor – auch Fertigung nach Muster ohne Zeichnung
Technische Daten
Verfahren
CNC-Fräsen, 3-Achs & 5-Achs-Simultan
3-Achs-Fräsen
bis 900 × 450 × 200 mm
5-Achs-Fräsen
bis 250 × 105 × 100 mm
Toleranz
bis ±0,01 mm
Werkstoffe
Stahl, Edelstahl, Aluminium, technische Kunststoffe
Stückzahl
1–10.000 Stück
Qualitätssicherung
3D-Koordinatenmessung, Prüfprotokoll inklusive
Datenformate
STEP, IGES, DWG, DXF, Solidworks, Inventor
Lieferzeit
nach Absprache, Express ab 1–3 Werktagen
Typische Anwendungen
  • Gefräste Gehäuse & Aufnahmen
  • Adapter- & Anschlussplatten
  • Vorrichtungen & Werkzeugaufnahmen
  • Bauteile für Maschinen- & Anlagenbau
  • Prototypen & Funktionsmuster
  • Nachbearbeitung von Laser- & Biegeteilen

Aus der Fertigung

Senden Sie uns Ihre Zeichnung – die Prüfung ist kostenfrei und das Angebot kommt in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Konstruktionshinweise für FrästeileFräsrichtlinien ansehenKonstruktionshinweise, Richtwerte und Toleranzen – damit Ihr Teil ohne Rückfragen in die Fertigung geht.

Fräsrichtlinien

Frästeile werden aus dem vollen Material herausgearbeitet. Wie aufwendig das wird, entscheidet sich fast vollständig in der Konstruktion: an den Innenradien, an der Tiefe von Taschen und Bohrungen, an der Zahl der nötigen Aufspannungen und an den geforderten Toleranzen. Die folgenden Hinweise sind Richtwerte aus unserer Fertigung – sie sollen Rückfragen ersparen und helfen, ein Teil ohne Mehrkosten fertigen zu können. Abweichungen sind meist machbar, kosten aber Zeit: sprechen Sie uns in dem Fall bitte vorab an.

01Mögliche Teilegröße

Maßgeblich ist der nutzbare Arbeitsraum der Maschine, auf der Ihr Teil läuft. Die Werte gelten für das Rohteil einschließlich Aufspannung – planen Sie für Spannmittel etwas Zugabe ein. Größere Teile sind nach Rücksprache oft in mehreren Aufspannungen möglich.

Rohteil-Quader mit den Wegen X, Y und Z
Arbeitsraum X × Y × Z
BearbeitungGrößter Arbeitsraum
3-Achs-Fräsen900 × 450 × 200 mm
5-Achs-Fräsen250 × 105 × 100 mm

Angaben als X × Y × Z (Länge × Breite × Höhe). Der Z-Weg begrenzt die Bauteilhöhe zusätzlich über die Auskraglänge des Werkzeugs.

02Werkstoffe

Wir zerspanen die gängigen Bau- und Automatenstähle, rostfreie Stähle, Aluminium- und Buntmetalllegierungen sowie technische Kunststoffe. Geben Sie den Werkstoff bitte eindeutig an – mit Werkstoffnummer (z. B. 1.4301) oder Normbezeichnung (z. B. EN AW-2007).

  • Halbzeug: Wenn ein bestimmtes Halbzeug vorgegeben ist (gezogen, geschliffen, Guss, bestimmte Charge), vermerken Sie das auf der Zeichnung.
  • Wärmebehandlung: Härten, Vergüten oder Nitrieren bitte mit Zustand und Härteangabe nennen – die Reihenfolge zur Bearbeitung planen wir dann mit ein.
  • Beistellung: Sie können Material beistellen. Bitte mit Nachweis und ausreichender Zugabe für Aufspannung und Bearbeitung.

03Innenecken und Radien

Ein Fräser ist rund – eine scharfe Innenecke kann er nicht erzeugen. Jede Innenecke bekommt daher zwangsläufig einen Radius. Je größer Sie ihn zulassen, desto größer darf der Fräser sein und desto schneller und ruhiger läuft die Bearbeitung.

Draufsicht auf eine Tasche mit Eckradius und rundem Fräser
Eckradius r und Fräserdurchmesser
  • Faustregel: Innenradius mindestens Fräserdurchmesser ÷ 2, besser etwas mehr. Ein Radius exakt in Fräsergröße bedeutet volle Umschlingung – das führt zu Rattermarken und Werkzeugverschleiß.
  • Empfehlung: Innenradius rund 0,6 × Taschentiefe oder größer; bei tiefen Taschen lieber großzügig wählen.
  • Einheitlich bleiben: Verwenden Sie im ganzen Teil möglichst denselben Innenradius. Jeder abweichende Radius erzwingt einen zusätzlichen Werkzeugwechsel.
  • Boden-Verrundung: Ein Radius am Taschenboden entsteht nur, wenn Sie ihn zeichnen. Verlangen Sie einen scharfen Bodenübergang, ist ein zusätzlicher Arbeitsgang nötig.
  • Außenecken sind unkritisch – sie können scharf bleiben, leichter Grat wird entfernt.

04Taschentiefe und schlanke Wände

Je weiter ein Fräser aus dem Halter herausragt, desto stärker federt er. Tiefe schmale Taschen sind deshalb der teuerste Teil eines Frästeils – nicht wegen des Volumens, sondern weil nur noch mit kleiner Zustellung gearbeitet werden kann.

Schnitt durch eine Tasche mit Tiefe, Fräserdurchmesser und Auskraglänge
Taschentiefe t, Fräser-Ø und Auskraglänge L
  • Wirtschaftlich: Taschentiefe bis etwa 3 × Fräserdurchmesser.
  • Machbar: bis etwa 5 × Fräserdurchmesser – mit deutlich längerer Bearbeitungszeit.
  • Darüber bitte Rücksprache: meist lässt sich über eine geänderte Aufteilung oder eine zusätzliche Aufspannung viel Zeit sparen.
  • Dünne Wände neigen zum Schwingen. Als Anhaltswert: Wandstärke nicht unter 1 mm bei Metall bzw. 1,5 mm bei Kunststoff, und nicht dünner als etwa ein Achtel der Wandhöhe.
  • Hinterschnitte und von außen nicht erreichbare Bereiche sind beim Fräsen nicht herstellbar – solche Geometrien brauchen ein anderes Verfahren oder eine geteilte Konstruktion.

05Bohrungen und Gewinde

Halten Sie sich möglichst an Normdurchmesser – dafür haben wir Werkzeuge auf Lager. Ein Sondermaß bedeutet entweder ein Sonderwerkzeug oder das Ausfräsen der Kontur, beides kostet Zeit.

Schnitt durch ein Grundlochgewinde mit Kernloch-Auslauf
Grundlochgewinde: Kernloch braucht Auslauf
  • Bohrtiefe: wirtschaftlich bis etwa 5 × Bohrerdurchmesser; darüber ist Tieflochbohren nötig.
  • Gewindetiefe: Ein tragfähiges Gewinde braucht etwa 1 bis 1,5 × Nenndurchmesser. Tiefer bringt kaum Festigkeit, erhöht aber das Risiko eines Werkzeugbruchs.
  • Grundlochgewinde: Bitte Kernlochtiefe größer als die Gewindetiefe vorsehen – der Gewindebohrer braucht Auslauf. Durchgangsgewinde sind immer die günstigere Lösung.
  • Randabstand: Bohrungen nicht zu dicht an die Kante legen – als Anhaltswert mindestens einen halben Durchmesser Restwand stehen lassen.
  • Angeschnittene Bohrungen (Bohrer trifft eine schräge Fläche oder läuft halb ins Leere) verlaufen leicht. Wenn möglich vermeiden oder eine Anflachung vorsehen.

06Toleranzen und Passungen

Enge Toleranzen sind kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Kostenentscheidung. Tolerieren Sie eng nur dort, wo es die Funktion wirklich verlangt – der Rest läuft über die Allgemeintoleranz.

  • Ohne Angabe fertigen wir nach Allgemeintoleranz ISO 2768-m. Reicht Ihnen das, brauchen Sie nichts einzutragen.
  • Passungen (z. B. H7) bitte direkt am Maß angeben, nicht nur im Textfeld. Wir lesen sie aus der Zeichnung aus und planen den passenden Arbeitsgang ein.
  • Form- und Lagetoleranzen immer mit Bezug angeben – ohne Bezugsangabe sind sie nicht prüfbar.
  • Mehrere Aufspannungen: Maße, die in einer Aufspannung entstehen, lassen sich enger halten als Maße über zwei Seiten hinweg. Legen Sie eng tolerierte Maße möglichst auf dieselbe Seite.

07Oberfläche und Kanten

Schnitt durch eine Kante mit Fase unter 45 Grad
Fase mit Maß angeben
  • Standard: gefräste Fläche mit sichtbarem Bearbeitungsbild, entgratet.
  • Feinere Oberflächen erreichen wir über Schlichtgänge oder Nachbearbeitung – bitte mit Rauheitsangabe (Ra oder Rz) an der betreffenden Fläche kennzeichnen, nicht pauschal für das ganze Teil.
  • Kantenzustand: Wenn Kanten gebrochen oder verrundet sein sollen, geben Sie das Maß an (z. B. 0,3 × 45°). Ohne Angabe entgraten wir handelsüblich.
  • Oberflächenbehandlung (Eloxieren, Verzinken, Brünieren, Lackieren) bitte mit Verfahren und Schichtdicke angeben – Passmaße planen wir dann mit Zugabe.

08So wird Ihr Teil günstiger

  • Aufspannungen sparen: Jede zusätzliche Seite bedeutet Umspannen, Ausrichten und Rüstzeit. Ein Teil, das aus zwei Richtungen fertig wird, ist deutlich günstiger als eines, das von fünf Seiten Bearbeitung braucht.
  • Radien vereinheitlichen: weniger Werkzeugwechsel, kürzere Programme.
  • Material sinnvoll wählen: Ein gut zerspanbarer Werkstoff spart oft mehr Zeit, als der höhere Materialpreis kostet.
  • Nah am Halbzeug bleiben: Wenn Außenmaße knapp über einem gängigen Halbzeugmaß liegen, wird unnötig viel Material abgetragen. Ein Millimeter weniger kann eine Bearbeitungsstufe sparen.
  • Gravuren und Beschriftungen flach halten – tiefe Schriftzüge dauern lang.

09Was wir für die Anfrage brauchen

  • 3D-Modell als STEP – das ist die Grundlage für Kalkulation und Programmierung.
  • Zeichnung als PDF mit Toleranzen, Passungen, Oberflächen und Werkstoff. Ohne Zeichnung fertigen wir nach Modell und Allgemeintoleranz.
  • Stückzahl und gewünschter Termin – die Stückzahl entscheidet mit, wie wir das Teil aufspannen und programmieren.
  • Baugruppen: Bitte als Baugruppe mit Struktur exportieren (AP214 oder AP242), damit die Einzelteile ihre Benennung behalten – oder die Einzelteile direkt einzeln schicken.

Alle Angaben sind Richtwerte für die Konstruktion und ersetzen keine technische Klärung im Einzelfall. Bei Sonderfällen finden wir gemeinsam eine Lösung.

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